Diskussion zur taktischen Ausrichtung und Spielanlage

Unser Pfund sind die schnellen Außen.
Da in der 3.Liga meist in der Defensive nicht so viel Qualität und Tempo ist, müssen wir das ausnutzen und über Flanken auf Lobinger und oder Remmert zum Abschluß kommen.
Halt leichter gesagt als getan. Diese Stärke konnten wir schon zum Ende der letzten Saison immer weniger einsetzen, weil die Gegner auf den Außen keine Tiefe angeboten haben (die Stagnation von Sussek rührt imho zB auch vor allem dadurch) und wir zu mehr Ballbesitzspiel gezwungen waren. Kommende Saison werden wir wohl in mehr Spielen als Favorit gehen müssen, wenn das Ziel der Aufstieg sein soll.

Durch die neuen Mechanismen wird das Spiel im Zentrum mehr in den Mittelpunkt gerückt ohne das wir von unserer Grundstärke (schnelles vertikales Spiel) abweichen, den Weg haben wir Ende letzter Saison schon angefangen zu gehen und erstmal finde ich es gut, dass wir es stringent weiter versuchen - es ist auf alle Fälle ein sportlicher Plan zu sehen und die Neuzugänge passen auch gut dazu (Safi für noch schnelleres umschalten, Besuschkow für mehr Ballsicherheit im Zentrum).

Bin gespannt aufs erste Spiel vs Meppen!
 
Ach du lieber Himmel! WAS ein
Lapsus von mir! Natürlich bezog ich mich auf den Post von shanghai!!!

Wird Zeit das die Saison losgeht….

Hätte mich auch stark gewundert, weil @Schimanski noch vor ein paar Tagen von klassischem Hirsch-Ball geschrieben hat im Bezug auf seine Testspiel-Erkenntnisse. Das hätte mich dann allerdings auch erfreut, wenn er so etwas ausgemacht hätte :)
 
Bei aller taktischen Ausrichtung: Heute konnte man bei Spanien mal wieder sehen, wie wichtig der flache Pass ist, je weiter, desto schärfer, aber immer gut abnehmbar und perfekt für das direkte Weiterspiel.
Und mit dieser Passsicherheit ist dann alles möglich.
Man hatte immer das Gefühl, der Abspielende hat die Kraft im flachen Pass genau so dimensioniert, damit es für den Weiterspieler optimal ist.
Ob das nicht mal bei jedem Training auch mit der notwendigen Technik geübt werden sollte?
 
Bei aller taktischen Ausrichtung: Heute konnte man bei Spanien mal wieder sehen, wie wichtig der flache Pass ist, je weiter, desto schärfer, aber immer gut abnehmbar und perfekt für das direkte Weiterspiel.
Und mit dieser Passsicherheit ist dann alles möglich.
Man hatte immer das Gefühl, der Abspielende hat die Kraft im flachen Pass genau so dimensioniert, damit es für den Weiterspieler optimal ist.
Ob das nicht mal bei jedem Training auch mit der notwendigen Technik geübt werden sollte?
Und unsere Jungs sollen das dann genau so umsetzen wie die 26 besten Spieler des ganzen Landes Spaniens, welche das Finale der Weltmeisterschaft erreicht hat?
Ich glaub die Spielweise der Spanier hängt auch ein bisschen mit dem vorhandenen Talent dazu zusammen.
Das ist doch nicht ummünzbar auf einen Drittligisten, vorallem einen der seit zwei Jahren aus Gründen hoch und weit spielt.
 
Und unsere Jungs sollen das dann genau so umsetzen wie die 26 besten Spieler des ganzen Landes Spaniens, welche das Finale der Weltmeisterschaft erreicht hat?
Ich glaub die Spielweise der Spanier hängt auch ein bisschen mit dem vorhandenen Talent dazu zusammen.
Das ist doch nicht ummünzbar auf einen Drittligisten, vorallem einen der seit zwei Jahren aus Gründen hoch und weit spielt.
Nicht auf diesem Level, aber die Passgenauigkeit fand ich in den letzten Jahren überschaubar. Natürlich kamen da mal Granaten wie von Hahn oder Meuer, aber die eher kurzen Bälle waren mir immer sehr ungenau. Verschenktes Potenzial bei ausreichender technischer Qualität, das besser hinzubekommen. Der Gegner spielt ja dann auch auf dem Niveau eines Drittligisten/angehenden Zweitligisten und nicht auf WM Niveau.
 
Bei aller taktischen Ausrichtung: Heute konnte man bei Spanien mal wieder sehen, wie wichtig der flache Pass ist, je weiter, desto schärfer, aber immer gut abnehmbar und perfekt für das direkte Weiterspiel.
Und mit dieser Passsicherheit ist dann alles möglich.
Man hatte immer das Gefühl, der Abspielende hat die Kraft im flachen Pass genau so dimensioniert, damit es für den Weiterspieler optimal ist.
Ob das nicht mal bei jedem Training auch mit der notwendigen Technik geübt werden sollte?

Es ist halt eine andere Spielweise, das Spanische Spielsystem ist ja mittlerweile sehr angelehnt an die Ausbildung bei Barcelona, Ball flach halten, Ball nah am Fuß und im Grunde immer eine Weiterentwicklung von Tiki-Taka um immer das berühmte Dreieck mit 2 Anspielstationen zu bilden.

Ich will nicht sagen, dass das in der 3. Liga auf niedrigerem Niveau möglich wäre, aber das ist nicht unser Spiel. Unser Spiel ist halt klassisches Gegenpressing mit Umschaltspiel (bei uns noch besonders mit dem Fokus auf die Außenbahnen) am ehesten kann man das noch mit der Taktik von Jürgen Klopp oder Ralf Rangnick vergleichen.

Unsere Taktik hat meiner Meinung nach im wesentlichen 2 Vorteile:

1. Wir pressen nicht so extrem wie das klassische Gegenpressing unter Klopp was extrem Laufintensiv ist vermutlich sogar zu intensiv für Liga 3. Stattdessen haben wir eine 4er Kette plus 1 ZDM oder teilweise auch 2 ZDM sprich nen Block aus 6 Leuten die fix stehen und dem Gegner keinen Raum lassen. Dann wenn der Gegner den Ball verliert spielen wir meist schnell über die Außen und versuchen den Ball durch hohe Flanken oder Rückraumpässe nach vorne zu bekommen.

2. Die Taktik ist für den Gegner natürlich maximal Laufintensiv jeder Konter ist ein Sprint den er verteidigen muss, vor allem wenn er selber mit 5-6 Mann vorne ist. Und viele Teams in der 3. Liga haben die Kondition nicht das 90 Minuten durchzuhalten, deswegen war es auch wirklich kein Zufall, dass wir letzte Saison in der 2. Halbzeit so viel stärker waren.

Der einzige Nachteil:

Wenig Ballbesitz und wir sind davon abhängig, dass der Gegner das Spiel macht und den Ball verliert.
 
Es ist halt eine andere Spielweise, das Spanische Spielsystem ist ja mittlerweile sehr angelehnt an die Ausbildung bei Barcelona, Ball flach halten, Ball nah am Fuß und im Grunde immer eine Weiterentwicklung von Tiki-Taka um immer das berühmte Dreieck mit 2 Anspielstationen zu bilden.

Ich will nicht sagen, dass das in der 3. Liga auf niedrigerem Niveau möglich wäre, aber das ist nicht unser Spiel. Unser Spiel ist halt klassisches Gegenpressing mit Umschaltspiel (bei uns noch besonders mit dem Fokus auf die Außenbahnen) am ehesten kann man das noch mit der Taktik von Jürgen Klopp oder Ralf Rangnick vergleichen.

Unsere Taktik hat meiner Meinung nach im wesentlichen 2 Vorteile:

1. Wir pressen nicht so extrem wie das klassische Gegenpressing unter Klopp was extrem Laufintensiv ist vermutlich sogar zu intensiv für Liga 3. Stattdessen haben wir eine 4er Kette plus 1 ZDM oder teilweise auch 2 ZDM sprich nen Block aus 6 Leuten die fix stehen und dem Gegner keinen Raum lassen. Dann wenn der Gegner den Ball verliert spielen wir meist schnell über die Außen und versuchen den Ball durch hohe Flanken oder Rückraumpässe nach vorne zu bekommen.

2. Die Taktik ist für den Gegner natürlich maximal Laufintensiv jeder Konter ist ein Sprint den er verteidigen muss, vor allem wenn er selber mit 5-6 Mann vorne ist. Und viele Teams in der 3. Liga haben die Kondition nicht das 90 Minuten durchzuhalten, deswegen war es auch wirklich kein Zufall, dass wir letzte Saison in der 2. Halbzeit so viel stärker waren.

Der einzige Nachteil:

Wenig Ballbesitz und wir sind davon abhängig, dass der Gegner das Spiel macht und den Ball verliert.
Ja, unsere Taktik ist eine andere als die spanische. Mein Hinweis bezog sich vor allem darauf, egal mit welchem System, großen Wert auf die Passgenauigkeit und die Passschärfe zu legen, wozu durchaus auch der gezielte Pass in den freien Raum und in die Schnittstelle gehört. Im Training müssen Prioritäten gesetzt werden. Das wäre meine...
 
Ja, unsere Taktik ist eine andere als die spanische. Mein Hinweis bezog sich vor allem darauf, egal mit welchem System, großen Wert auf die Passgenauigkeit und die Passschärfe zu legen, wozu durchaus auch der gezielte Pass in den freien Raum und in die Schnittstelle gehört. Im Training müssen Prioritäten gesetzt werden. Das wäre meine...
Die Frage ist ob du das in der Zeit hinbekommst. Spanien macht es ja auch nicht so perfekt wie Barca, wo die Kinder das in der Jugend Jahrelang lernen. Du musst halt am Ende nen Spielsystem aufbauen.

Was jetzt nicht heißt, dass Hirsch und sein Team nicht auch Passgenauigkeit und Schärfe trainieren, in gewisser Weise macht das sicherlich jedes Team, die Frage ist haben wir die Spielweise dafür?

Weil wenn wir mit 6 Mann vor dem Angriff des Gegners stehen hast du ne ganz andere Situation als z.B. wenn du klassisches 4-4-2 spielst wo du den Ball im Mittelfeld sicherst, das Spielfeld scannst und die Lücke suchst mit der du deine 1-3 Stürmer schicken kannst. Das ist ja das Spiel was z.B. Deutschland bei der aktuellen WM spielte. Aber dafür brauchst du den Ball auch erstmal im Mittelfeld und dort die Sicherheit, die klassischen ZM plus RM/LM Spieler haben wir halt nicht.

Das könnte uns gegen Teams wie Rostock oder RWE helfen, aber wenn wir gegen Gegner spielen die hinten selber tief drin stehen weiß ich nicht ob das die beste Taktik ist.
 
Nicht auf diesem Level, aber die Passgenauigkeit fand ich in den letzten Jahren überschaubar. Natürlich kamen da mal Granaten wie von Hahn oder Meuer, aber die eher kurzen Bälle waren mir immer sehr ungenau. Verschenktes Potenzial bei ausreichender technischer Qualität, das besser hinzubekommen. Der Gegner spielt ja dann auch auf dem Niveau eines Drittligisten/angehenden Zweitligisten und nicht auf WM Niveau.
Schimanski hatte in einer seiner Analysen mal Zahlen dazu und auch Pawel, unser Spieltagseröffnungs-Gott, hatte nach den Spielen statistische Zahlen nachgeliefert. Bei mir ist hängen geblieben, dass wir im Punkt Passgenauigkeit relativ durchschnittlich waren in der Liga. Trotzdem standen wir am Ende vor den herausragenden Verlern.

Immer dran denken in welcher Liga wir unterwegs sind.
 
Schimanski hatte in einer seiner Analysen mal Zahlen dazu und auch Pawel, unser Spieltagseröffnungs-Gott, hatte nach den Spielen statistische Zahlen nachgeliefert. Bei mir ist hängen geblieben, dass wir im Punkt Passgenauigkeit relativ durchschnittlich waren in der Liga. Trotzdem standen wir am Ende vor den herausragenden Verlern.

Immer dran denken in welcher Liga wir unterwegs sind.
Aber das ist doch irgendwo ein Totschlagargument.
Ja, wir standen am Ende vor Verl, haben dies aber insbesondere unserem Saisonstart und der Heimstärke zu verdanken.

Es ist nicht unbedingt zu erwarten, dass sich beides in der kommenden Saison derart wiederholen lässt.

Dafür gab es aber auch genügend Spiele, in denen wir uns an einer defensiven Spielweise des Gegners schwer taten und keine Lösungen gefunden haben.

Es geht doch darum variabel zu sein und sich entsprechend auf die Taktik des jeweiligen Gegners vorzubereiten. Das kann von Gegner zu Gegner völlig unterschiedlich sein.

Sollten wir 38 Spiele versuchen, unseren „Stiefel“ mit nur einer Variante zu spielen, wird es für den ganz großen Wurf nicht reichen.
 
Aber das ist doch irgendwo ein Totschlagargument.
Ja, wir standen am Ende vor Verl, haben dies aber insbesondere unserem Saisonstart und der Heimstärke zu verdanken.

Es ist nicht unbedingt zu erwarten, dass sich beides in der kommenden Saison derart wiederholen lässt.

Die Große Frage ist ja waren wir "nur" Heimstark oder war das einfach Auswärts auch die mangelnde geistige Stärke auch weil wir nen junges Team hatten. Ich bin bei dir, dass wir mehr taktische Breite brauchen aber wir sollten alles was uns erfolgreich machte nicht komplett überm Haufen werfen. Grade deswegen bin ich so großer Fan unserer aktuellen Transfers.
 
Die Große Frage ist ja waren wir "nur" Heimstark oder war das einfach Auswärts auch die mangelnde geistige Stärke auch weil wir nen junges Team hatten. Ich bin bei dir, dass wir mehr taktische Breite brauchen aber wir sollten alles was uns erfolgreich machte nicht komplett überm Haufen werfen. Grade deswegen bin ich so großer Fan unserer aktuellen Transfers.
Schmoldt hatte es nach der Saison treffend beschrieben: Die guten Dinge wollen wir noch besser machen, die Schwächen verringern.
Hirsch wird an seiner grundlegenden Art nichts ändern und damit waren wir in den letzten 2 Jahren auch sehr erfolgreich.

Dennoch gab es Phasen in der Saison in denen uns etwas mehr Flexibilität gut getan hätte.

Hirsch hat häufig personell reagiert wenn es nicht wie gewünscht lief, ich denke da insbesondere an Göckan beispielsweise.

Allerdings hat er diese Änderungen so lange unverändert gelassen, bis es wieder nicht lief.

Um beim Beispiel Göckan zu bleiben - ihn gegen Cottbus zu bringen war ein cleverer Schachzug, eine Woche darauf in Aue war es die falsche Entscheidung.

Ich wünsche mir nicht nur taktische, sondern auch personelle Flexibilität.

Ob wir nun zu Hause über- und auswärts unterperformt haben kann ich nicht sagen. Psychologisch hatte es es bestimmt Einfluss, sowohl positiv (zu Hause), als auch negativ (auswärts).
Dennoch war der Druck zu Hause erfolgreich zu bleiben deutlich höher, da wir auswärts kaum gepunktet haben.
 
Ok, die Ens Leihe zeigt nochmal, was wir dieses Jahr machen wollen.

Auf dem Papier haben wir unsere Hausaufgaben gemacht.

Wird Zeit, dass wir richtige spiele analysieren dürfen:)
 
Hätte mich auch stark gewundert, weil @Schimanski noch vor ein paar Tagen von klassischem Hirsch-Ball geschrieben hat im Bezug auf seine Testspiel-Erkenntnisse. Das hätte mich dann allerdings auch erfreut, wenn er so etwas ausgemacht hätte :)
Der Unterschied - @Schimanski hat sie gesehen, ich dagegen zusammengefasst, was ich aus den Beschreibungen und ein paar Bildern abgeleiten konnte:

Aber auch meine Einschätzung beginnt mit: Im Kern das gleiche Grundprinzip. Es stimmt wohl, dass ich diesem Prinzip eine Spur weniger kritisch gegenüberstehe - bleibe aber auch dabei, dass sich alle von Schimanski diesbezüglich geäußerten Vorbehalte auch realisiert haben.

Spannend ist wie schon angemerkt, dass die französische Ausbildung die individuelle Ballbeherrschung über die Passqualität priorisiert - die Spanier umgekehrt (wobei beide auf exorbitant hohem Niveau in beiden Bereichen agieren :yoga:- bislang setzt sich der spanische Ansatz im direkten Vergleich durch.
 
Der Unterschied - @Schimanski hat sie gesehen, ich dagegen zusammengefasst, was ich aus den Beschreibungen und ein paar Bildern abgeleiten konnte:

Aber auch meine Einschätzung beginnt mit: Im Kern das gleiche Grundprinzip. Es stimmt wohl, dass ich diesem Prinzip eine Spur weniger kritisch gegenüberstehe - bleibe aber auch dabei, dass sich alle von Schimanski diesbezüglich geäußerten Vorbehalte auch realisiert haben.

Spannend ist wie schon angemerkt, dass die französische Ausbildung die individuelle Ballbeherrschung über die Passqualität priorisiert - die Spanier umgekehrt (wobei beide auf exorbitant hohem Niveau in beiden Bereichen agieren :yoga:- bislang setzt sich der spanische Ansatz im direkten Vergleich durch.

Ein Punkt den man sicher nicht vergessen darf ist, dass Nationalmannschaften noch mal was anderes sind, du hast 2-3 Wochen vorm Turnier um alles einzustudieren und 25 Mann die im Verein teilweise komplett konträre Systeme spielen (weswegen Deutschland sicherlich auch immer dann besonders Stark war wenn wir den großen Bayern Block hatten).

Spanien hat dieses Jahr einen extrem großen Barca Block und auch das hat sicher Einfluss, plus man muss auch sagen die Französische Idee bei der WM war halt viel mehr über individuelle Klasse der Spieler zu gehen, ich glaube jeder von uns wird zustimmen, dass Frankreich auf dem Papier der besten 11 das stärkste Team der WM hat und Spanien gewinnt sicher auch nicht 10 von 10 Spielen gegen Frankreich mit den gleichen Taktiken und Kadern.

Was für uns halt wichtig ist als MSV, wir haben nicht den besten Kader der 3. Liga und wir können mit unseren Mitteln nicht den besten Kader zusammenstellen. Was wir aber können ist 11 Leute holen deren Anlagen genau passen für ein Spielsystem was uns von einer Top 6 Mannschaft auf dem Papier zu einem Aufstiegsteam bringen kann. Da ist so ein Safi, der einer der schnellsten der 3. Liga ist aber kein Scheunentor trifft genau der richtige, wenn er eben den Ball an den richtigen Mann bringt, das schnelle Umschaltspiel einleitet und nach 70 Minuten noch Kondition hat. Oder die 70 Minuten genug gegeben hat, dass er gegen einen Symalla oder Sussek ausgewechselt werden kann.

Das heißt nicht, dass unser Plan immer aufgeht, Rostock und Wiesbaden haben genau die richtige Kontertaktik zu uns gespielt und in Aachen kamen wir überhaupt nicht in unser Spiel rein, aber die meiste Zeit ging das auf.

Das negativ Beispiel für mich ist Essen in der letzten Saison, das war vom Kader her sicherlich das stärkste Team der Liga letzte Saison, aber ein wirkliches Spielsystem hat man da einfach nicht gesehen und nicht selten hat Essen dann einfach 4:3 gewonnen weil sie besser waren und am Ende halt 1 mal mehr den Kasten getroffen haben, aber lass 5 Spiele anders ausgehen und Essen wäre 6ter gewesen.
 
Schimanski hatte in einer seiner Analysen mal Zahlen dazu und auch Pawel, unser Spieltagseröffnungs-Gott,....
Möchtest Du damit etwa meine Wahrnehmung abwerten??? Hallo???
Es ist halt ein Gefühl, weil ich das seit ein paar Saisons schon als Ärgernis empfinde, wohl in denen davor noch mehr. Ich weiß nicht, wie weit sich das auf die Statistiken auswirkt, aber wenn Lösungen bevorzugt über lang und weit gesucht werden, bleibt ja auch nicht viel für gepflegtes Kurzpassspiel.
 
Hier eine Taktikanalyse vom Verl Spiel aus der Rheinischen Post, diesmal von Friedhelm Thelen und nicht von Schimanski.

Ich schicke meine Analysen immer zu Hermann Kewitz. Der ist aber im Urlaub, deswegen gingen sie die letzten zwei Wochen an Friedhelm Thelen. Der Inhalt ist von mir. Der Bericht ist auch gekürzt. Das Ende fehlt. Im Duisburger Lokalsport steht er komplett.

Hier ist das Ende:

Nach der 3:2-Führung bewies der MSV ein ausgezeichnetes Gespür für die Spieldynamik. Die Zebras reduzierten sofort das Risiko, fielen in einen tiefen Block, akzeptierten den Ballbesitz der Verler und warteten auf den nächsten Umschaltmoment. Als der SC Verl zwangsläufig wieder mehr Spieler nach vorne schob, nutzte der MSV den entstehenden Raum zum 4:2.

Damit gewann Duisburg letztlich verdienter als in der letzten Saison. Bis zur gelb-roten Karte bewegte sich das Spiel trotz des Ballbesitzminus des MSV chancentechnisch auf Augenhöhe, sodass die Zwei-Tore-Führung eher schmeichelhaft für den SC war. In Überzahl war der MSV die klar überlegene Mannschaft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich schicke meine Analysen immer zu Hermann Kewitz. Der ist aber im Urlaub, deswegen gingen sie die letzten zwei Wochen an Friedhelm Thelen. Der Inhalt ist von mir. Der Bericht ist auch gekürzt. Das Ende fehlt. Im Duisburger Lokalsport steht er komplett.

Hier ist das Ende:

Nach der 3:2-Führung bewies der MSV ein ausgezeichnetes Gespür für die Spieldynamik. Die Zebras reduzierten sofort das Risiko, fielen in einen tiefen Block, akzeptierten den Ballbesitz der Verler und warteten auf den nächsten Umschaltmoment. Als der SC Verl zwangsläufig wieder mehr Spieler nach vorne schob, nutzte der MSV den entstehenden Raum zum 4:2.

Damit gewann Duisburg letztlich verdienter als in der letzten Saison. Bis zur gelb-roten Karte bewegte sich das Spiel trotz des Ballbesitzminus des MSV chancentechnisch auf Augenhöhe, sodass die Zwei-Tore-Führung eher schmeichelhaft für den SC war. In Überzahl war der MSV die klar überlegene Mannschaft.

Danke @Schimanski für die Vervollständigung des Textes.
Hatte mich schon über das etwas abrupte Ende des Textes in der RP gewundert.
 
(..) Bis zur gelb-roten Karte bewegte sich das Spiel trotz des Ballbesitzminus des MSV chancentechnisch auf Augenhöhe, sodass die Zwei-Tore-Führung eher schmeichelhaft für den SC war. (..)
Um das zu unterstreichen: Verl lt. sofascore mit zwei Toren aus gerade einmal 0,34xG. Auch wenn der Spielverlauf ähnlich wie letztes Jahr war, war es doch ein völlig anderes Spiel.
 
Um das zu unterstreichen: Verl lt. sofascore mit zwei Toren aus gerade einmal 0,34xG. Auch wenn der Spielverlauf ähnlich wie letztes Jahr war, war es doch ein völlig anderes Spiel.

Absolut. Wir wirkten viel souveräner und stärker als letzte Saison, wo die Wende wirklich etwas glücklich und random daher kam. Das wiederum lag natürlich auch den Verlern, die dieses Saison noch nicht so gefestigt wie letzte Saison sind. Gerade als die gelb-rote Karte ihnen ihre Identität nahm (1. keine Zirkulation wegen Unterzahl gegen 1 gegen 1 Zustellen des MSV und 2. Pressingplan ebenso wegen Unterzahl zerschossen), war das ein Klassenunterschied. MSV voller Überzeugung und ohne Selbstzweifel. Verl fast schon naiv und hilflos.
 
Um das zu unterstreichen: Verl lt. sofascore mit zwei Toren aus gerade einmal 0,34xG. Auch wenn der Spielverlauf ähnlich wie letztes Jahr war, war es doch ein völlig anderes Spiel.
finde auch interessant : 51% Ballbesitz Verl zu 49% MSV. Definitiv begünstigt durch die gelb-rote Karte, aber der MSV hat scheinbar aus dem Ballbesitz Ertrag ziehen können. Außerdem gespielte lange Pässe 35 (Verl 40% erfolgreich) zu 37 (MSV 57% erfolgreich).
 
Also bei allen Spielen dich in meinem Leben bestreiten durfte, kann ich mich nur an ein Spiel erinnern, wo wir mit ein Mann mehr das Spiel gedreht haben. Ein Platzverweis ist keine Garantie das man ein Spiel dreht oder sogar 4 Tore schießt.

Die Qualität von der Bank, glaube ein Florian Krüger wäre überall Stammspieler, gepaart mit dem absoluten Willen, waren dafür entscheidend. Die gelb rote war nur ein wachrüttler;-).
 
Also bei allen Spielen dich in meinem Leben bestreiten durfte, kann ich mich nur an ein Spiel erinnern, wo wir mit ein Mann mehr das Spiel gedreht haben. Ein Platzverweis ist keine Garantie das man ein Spiel dreht oder sogar 4 Tore schießt.

Die Qualität von der Bank, glaube ein Florian Krüger wäre überall Stammspieler, gepaart mit dem absoluten Willen, waren dafür entscheidend. Die gelb rote war nur ein wachrüttler;-).
Haben ja auch damals zu 10. für 85 Minuten in Jena gewonnen oder zu 10. für 45 min. gegen Ulm.
 
Also bei allen Spielen dich in meinem Leben bestreiten durfte, kann ich mich nur an ein Spiel erinnern, wo wir mit ein Mann mehr das Spiel gedreht haben. Ein Platzverweis ist keine Garantie das man ein Spiel dreht oder sogar 4 Tore schießt.

Es ist der taktischen Entwicklung mit den Mannorientierungen geschuldet, dass Über- und Unterzahl so stark durchschlägt.

Skurilerweise provozieren die Mannorientierungen auch rote Karten. Denn wenn ein Spieler ein Duell verliert ist Polen offen. Das Foul an Noß war genau so eine Szene. Der Verler Spieler "musste" das Foul ziehen (genau wie Viet vor dem 0:2, wo Noß einen taktischen Fehler macht und seinen Gegenspieler andribbeln und frei lässt).

Der Verler Spielansatz lebt von der Kontrolle des Balles, von der Zirkulation, von der Manipulation des Gegners durch das Spielgerät. Auch wenn sie in vielen Phasen daraus keine Torgefahr erzeugen, ist das deren Sicherheit. Darin fühlen sie sich wohl. Damit strahlen sie Dominanz aus und ja, damit verteidigen sie auch. Denn wenn der Gegner den Ball nicht hat, kann er keine Tore schießen.

Schon letzte Saison haben Hirsch und Höner im Verl zur Halbzeit auf Mannorientierungen umgestellt und damit überhaupt erst den Fuß in die Tür bekommen. Im Rückspiel versuchte man es von Anfang an und wurde mehrere Male böse auseinander gespielt. Es war nur der Chancenverwertung auf beiden Seiten zu verdanken, dass man mit einer Führung in die Pause ging.

Der klassischer Ansatz des Ballbesitzspiels (vor den Mannorientierungen) ist eigentlich "finde den freien Mann". Zirkuliere den Gegner müde bis der Gegner eine Lücke anbietet oder ein Weg zum Tor öffnet. In diesem Spielansatz konnte man die Unterzahl durch mehr Laufen und Verschieben oft kompensieren.

Wenn der Gegner jeden Mitspieler mannorientiert zustellt, geht dieses Taktik nicht mehr auf. Deswegen muss man im Balllbesitz umdenken. Beispielsweise mehr Dribbeln, Pässe in den Druck spielen, die dann auf einen - sich frei laufenden - Mitspieler mit offener Körperstellung klatschen gelassen werden, Rochaden um Gegenspieler weg und Räume freizuziehen, in denen sich dann ein anderer dynamisch anbietet.

Das alles kann Verl (und Elversberg auch). Um überhaupt in die Zirkulation (die Mannschaften wie Verl für ihre DNA viel mehr brauchen als der MSV) zu kommen, wird der Torwart benutzt. Er ist Überzahlspieler und der freie Mann den man als Druck- und Spielauslöser einbinden kann. Wenn man allerdings in Unterzahl spielt, geht diese Rechnung nicht mehr auf. Nach der Gelb-Roten hat der MSV alles konsequent zugestellt und war in der Tiefenabsicherung noch plus 1, hätte also überall ein verlorenes 1 gegen 1-Duell "auffangen" können. Ergo hatte Verl keinen Chance mehr in seine DNA zu kommen. Das hat ihnen Sicherheit und vor allem (mentale) Dominanz genommen.

Zudem hat Verl selbst im 1 gegen 1 gepresst. Das hatte bis zu Gelb-Roten Karte gereicht, um den MSV nicht in seine Abläufe kommen zu lassen (weil unter Hirsch nach wie vor Risikominimierung an erster Stelle steht -> weg mit der Pille in Richtung Lobinger).

Nach der Gelb-Roten Karte musste Verl in einen passiven Block fallen (was ihnen nicht liegt und was sie äußerst selten machen). Der MSV konnte jetzt seine Angriffe sauber vorbereitet. Zwei-, dreimal verlagern und dann am Flügel durchbrechen. Auch die Abläufe auf den Flügeln (Rochaden und Wechselbewegungen zwischen AV und Flügel) waren jetzt möglich (in Gleichzahl nicht), dazu kam die enorm hohe Qualität in der Box (Lobinger, Krüger, einrückender Noß).

Nachdem sich die Formation des MSV bis zur Gelb-Roten Karte am defensiven Matchplan und am Gegner orientierte (Zentrum zu), änderten Hirsch und Höner danach sofort die Formation auf die eigene Ballbesitzphase (doppelte Flügelbesetzung, um in die Abläufe zu kommen, zwei spielstarke Sechser für die Verlagerung).

Sorry, die Gelb-Rote Karte änderte schlicht alles. Das hat nix mit mehr Willen zu tun. Den hatte Mannschaft auch schon davor.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist der taktischen Entwicklung mit den Mannorientierungen geschuldet, dass Über- und Unterzahl so stark durchschlägt.

Skurilerweise provozieren die Mannorientierungen auch rote Karten. Denn wenn ein Spieler ein Duell verliert ist Polen offen. Das Foul an Noß war genau so eine Szene. Der Verler Spieler "musste" das Foul ziehen (genau wie Viet vor dem 0:2, wo Noß einen taktischen Fehler macht und seinen Gegenspieler andribbeln und frei lässt).

Der Verler Spielansatz lebt von der Kontrolle des Balles, von der Zirkulation, von der Manipulation des Gegners durch das Spielgerät. Auch wenn sie in vielen Phasen daraus keine Torgefahr erzeugen, ist das deren Sicherheit. Darin fühlen sie sich wohl. Damit strahlen sie Dominanz aus und ja, damit verteidigen sie auch. Denn wenn der Gegner den Ball nicht hat, kann er keine Tore schießen.

Schon letzte Saison haben Hirsch und Höner im Verl zur Halbzeit auf Mannorientierungen umgestellt und damit überhaupt erst den Fuß in die Tür bekommen. Im Rückspiel versuchte man es von Anfang an und wurde mehrere Male böse auseinander gespielt. Es war nur der Chancenverwertung auf beiden Seiten zu verdanken, dass man mit einer Führung in die Pause ging.

Der klassischer Ansatz des Ballbesitzspiels (vor den Mannorientierungen) ist eigentlich "finde den freien Mann". Zirkuliere den Gegner müde bis der Gegner eine Lücke anbietet oder ein Weg zum Tor öffnet. In diesem Spielansatz konnte man die Unterzahl durch mehr Laufen und Verschieben oft kompensieren.

Wenn der Gegner jeden Mitspieler mannorientiert zustellt, geht dieses Taktik nicht mehr auf. Deswegen muss man im Balllbesitz umdenken. Beispielsweise mehr Dribbeln, Pässe in den Druck spielen, die dann auf einen - sich frei laufenden - Mitspieler mit offener Körperstellung klatschen gelassen werden, Rochaden um Gegenspieler weg und Räume freizuziehen, in denen sich dann ein anderer dynamisch anbietet.

Das alles kann Verl (und Elversberg auch). Um überhaupt in die Zirkulation (die Mannschaften wie Verl für ihre DNA viel mehr brauchen als der MSV) zu kommen, wird der Torwart benutzt. Er ist Überzahlspieler und der freie Mann den man als Druck- und Spielauslöser einbinden kann. Wenn man allerdings in Unterzahl spielt, geht diese Rechnung nicht mehr auf. Nach der Gelb-Roten hat der MSV alles konsequent zugestellt und war in der Tiefenabsicherung noch plus 1, hätte also überall ein verlorenes 1 gegen 1-Duell "auffangen" können. Ergo hatte Verl keinen Chance mehr in seine DNA zu kommen. Das hat ihnen Sicherheit und vor allem (mentale) Dominanz genommen.

Zudem hat Verl selbst im 1 gegen 1 gepresst. Das hatte bis zu Gelb-Roten Karte gereicht, um den MSV nicht in seine Abläufe kommen zu lassen (weil unter Hirsch nach wie vor Risikominimierung an erster Stelle steht -> weg mit der Pille in Richtung Lobinger).

Nach der Gelb-Roten Karte musste Verl in einen passiven Block fallen (was ihnen nicht liegt und was sie äußerst selten machen). Der MSV konnte jetzt seine Angriffe sauber vorbereitet. Zwei-, dreimal verlagern und dann am Flügel durchbrechen. Auch die Abläufe auf den Flügeln (Rochaden und Wechselbewegungen zwischen AV und Flügel) waren jetzt möglich (in Gleichzahl nicht), dazu kam die enorm hohe Qualität in der Box (Lobinger, Krüger, einrückender Noß).

Nachdem sich die Formation des MSV bis zur Gelb-Roten Karte am defensiven Matchplan und am Gegner orientierte (Zentrum zu), änderten Hirsch und Höner danach sofort die Formation auf die eigene Ballbesitzphase (doppelte Flügelbesetzung, um in die Abläufe zu kommen, zwei spielstarke Sechser für die Verlagerung).

Sorry, die Gelb-Rote Karte änderte schlicht alles. Das hat nix mit mehr Willen zu tun. Den hatte Mannschaft auch schon davor.
Das sind aber auch Punkte dabei, die hätten so passieren können ( siehe Spiel Aachen zweite Halbzeit). Das zu bewerten und als Fakt auszugeben ist halt auch nur eine Vermutung . Das weiß man nie. Du kannst recht haben Schimanski, hätte aber auch so passieren können durch die guten Einwechslungen von Didi plus die Gier der Spieler.

Schön wäre es vor dem Spiel seine Idee kundzutun. Du machst es gut, danke für deinen Beitrag,
 
Das sind aber auch Punkte dabei, die hätten so passieren können ( siehe Spiel Aachen zweite Halbzeit). Das zu bewerten und als Fakt auszugeben ist halt auch nur eine Vermutung . Das weiß man nie. Du kannst recht haben Schimanski, hätte aber auch so passieren können durch die guten Einwechslungen von Didi plus die Gier der Spieler.

Schön wäre es vor dem Spiel seine Idee kundzutun. Du machst es gut, danke für deinen Beitrag,
Natürlich aber es ist schon logisch, dass wir eben für unser Spiel mit gerad einem Mann weniger, dann den den Raum bekommen den wir brauchen.

Das hat für mich auch wenig mit irgendeiner „Gier“ zu tun. Haben Sussek oder coskun einen Mann weniger der sie deckt auf einer Seite, kann paddy halt überlaufen. Oder Krüger einschieben.

Wir haben — und die gelbe hat noss ja clever gezogen, dass ist ja auch eine Qualität — davon ganz ganz stark profitiert.

Spielt verl beim Stand mit 2:0 mit 11 Mann weiter, haben wir schlichtweg nicht den Raum für Sussek oder Krüger.

Aber wie gesagt, die gelb rote erst zu ziehen, ist ja auch eine Qualität und die haben wir halt im Kader.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sind aber auch Punkte dabei, die hätten so passieren können ( siehe Spiel Aachen zweite Halbzeit). Das zu bewerten und als Fakt auszugeben ist halt auch nur eine Vermutung . Das weiß man nie. Du kannst recht haben Schimanski, hätte aber auch so passieren können durch die guten Einwechslungen von Didi plus die Gier der Spieler.
Bin ich bei dir.
Vielleicht hätte die Mannschaft die ja schon vorher vorhandene Überlegenheit auch beim 11 gegen 11 in Tore umgesetzt bekommen.
Und es gibt ja auch Mannschaften, die in Unterzahl über sich hinaus wachsen und ein Spiel ziehen.
Man weiß halt immer erst nach dem Spiel, wie sich eine Dynamik durch einen Platzverweis verändert (hat).

Aber wenn man das jetzt rückblickend analysiert, kann man sich vermutlich darauf einigen, dass die gelb-rote Karte nicht geschadet hat.
 
In der letzten Saison hatten wir in Verl (bei damals langer spielerischer Unterlegenheit) die ersten beiden Tore noch bei Gleichzahl erzielt. Erst das Siegtor zum 3:2 fiel damals in Überzahl.

Ob es dieses Mal auch so gekommen wäre? Keiner weiß es. Ohne Zweifel war es in Überzahl leichter. Vielleicht aber hätten wir die Überzahl gar nicht gebraucht. Das 2:2 von Krüger nach der Ecke lässt sich zum Beispiel kaum mit Unterzahl von Verl erklären.

Schön, dass wir den Luxus haben, uns mit so hypothetische Fragen zu befassen.
 
Das 2:2 von Krüger nach der Ecke lässt sich zum Beispiel kaum mit Unterzahl von Verl erklären.

Das wir in dieser Phase gefühlt eine Ecke nach der anderen hatten und etliche Flügelangriffe (die zu Ecken führen können) inszenieren konnten, lag an der Gelb-Roten und den daraus resultierenden taktischen Umstellungen auf beiden Seiten.

Und ohne Ecke kein Krüger-Tor.

Selbst wenn er auf dem Platz gewesen wäre, hätte er so eine Chance in den ersten 30 Minuten doch gar nicht bekommen.

Und das der zweite Pfosten von Verl so schlecht besetzt wurde, kann auch passieren, wenn die verteidigenden Mannschaft einen Spieler weniger zum Verteidigen hat.
 
Zitat aus dem Artikel: "Rasim Bulic bekam eine Hybridrolle und sollte zwischen dem zentralen Mittelfeld und der Innenverteidigung pendeln."

Früher nannte man das Libero ...
 
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